Einzigartige Korallenriffe und hervorragende Taucheinrichtungen machen diesen Ort so besonders. Neben einsamen, feinsten Sandstränden, malerischen Buchten und wilden Mangrovenwäldern findet der Erholung suchende Urlauber eine von unglaublichem Artenreichtunm geprägte Fauna und Flora.
In Marsa Alam benötigt man kein Boot und keine Tauchausrüstung, um einen Einblick in die Meereslandschaft unter der Oberfläche zu erhalten, denn eines der schönsten Riffe der Region ist dem wunderbaren Sandstrand der Hafenstadt vorgelagert.
Bewaffnet mit Schnorchel und Taucherbrille können Sie es ohne Umstände erreichen. Wer höher bzw. tiefer hinaus will, der kann an den Tauchbasen von Marsa Alam, El Quesir sowie auch in Port Ghalib mehrtägige Tauchausflüge auf gut ausgestatteten Seglern zu den Hot Spots des Roten Meeres buchen.
Das Wasser beheimatet neben den tausendfarbigen, hier noch intakten Korallen eine Fülle an Fischen, Meeressäugern und seltenen Pflanzen. Delphine und Schildkröten gehören im Roten Meer fast ebenso zum Standardprogramm wie Feuerfische und Haie.
Wer es ein bisschen wenig abenteuerlich mag, aber auf die angenehme Frische des Meeres nicht verzichten will, der nutzt den Aufenthalt zum Wind- oder Kitesurfen, zu lustigen Bananenbootfahrten oder einfach nur zum Baden. Auch außerhalb des Wassers wird Ihnen von den luxuriösen, im orientalischen Flair gehaltenen Hotels, die meist auch über einen schönen, begrünten Garten verfügen, einiges geboten:
Beachvolleyball und Tennis, etc. Und wer die Faszination einer Sandwüste erfahren will, der sollte nicht zögern, bei einer der Touren mit einem Jeep, auf dem Motorrad, dem Quad oder auf dem Rücken eines Kamels in die weite Sandwelt einzutreten.
Fast alle Weltreiche der Menschheitsgeschichte setzten ihren Fuß ins Land am Nil und haben eindrucksvolle Spuren ihrer Anwesenheit hinterlassen, die von Marsa Alam und El Quseir bei einer Pauschalreise erreichbar sind. Die Pharaonen hinterließen den Tempel von Seti dem Ersten, unweit der Küstenstrasse von Marsa Alam.
Die ersten Christen bauten Klöster, die Römer suchten Smaragde in den Tälern des Hinterlandes und schufen hier Festungen und Dörfer wie Mons Claudianus oder den Hafen von Myos Hormos, das Tor zu Handelsreisen nach Indien, unweit von El Quesir. Im 16. Jahrhundert wurde von den Osmanen die Festung Quseir in der gleichnamigen Stadt erbaut, die anschliessend von den Truppen Napoleons eingenommen wurde, die wiederum wenig später den Briten weichen mussten.
Die Festung verfiel seit dem 18. Jahrhundert immer mehr, ist jedoch in den letzten Jahren fast vollständig restauriert worden und beherbergt nun Museen und Ausstellungen ägyptischer Kunst und Geschichte, die einen kleinen kulturhistorischen Abstecher allemal lohnen.
Quseir und Marsa Alam sind insgesamt noch sehr ruhig und beschaulich, die kleinen Stadtkerne haben sich auf die westlichen Besucher wunderbar eingestellt und bieten sehr gute Restaurants, Cafés und einige Bars, die jedoch dem Zauber und der Stille der arabischen Nächte nichts anhaben können.
Anders als in El Quesir, wo Tauchen ausschließlich landgestützt an Saumriffen stattfindet, gibt es in Marsa Alam zahlreiche vorgelagerte Riffe:
so das Elphinstone Riff, das Shaab Marsa Alam - ein Korallenriff mit einer Fläche von 100 Quadratmetern -, das hufeisenförmige Shaab Samadai ("Dolphinhouse") - etwas weiter südlich und drei Kilometer vor der Küste gelegen, wird es regelmäßig von Spinner - Delphinen besucht, sowie das Shaab Cluade nahe Berenike mit einem Höhlensystem, das sicherheitstechnisch gut betaucht werden kann, weil jederzeit ein Durchgang zur Oberfläche führt.
Tauchen um Marsa Alam ist vergleichbar mit Tauchen in Hurghada oder Sharm El Sheikh vor zwanzig Jahren: kaum berührte Plätze von teilweise hervorragender Qualität. Möglich ist Tauchen auch bei Marsa Alam, aber die häufige starke Brandung macht das Schnorcheln wetteranfällig.