Die griechische Insel Samos liegt etwa 1,3 km vor der türkischen Ägäisküste. Sie ist geprägt von mediterraner Landschaft und Weinbergen, so dass Wanderer und Naturfreunde hier ein Paradies vorfinden. Badefreunde können in dem glasklaren Wasser der vielen schönen Strandbuchten Abkühlung finden.
Samos war ab etwa 3000 v. Chr. bewohnt. Der griechischen Überlieferung nach waren die ersten Bewohner Pelasger, Karer und Leleger, die jedoch durch flüchtige Ionier aus Epidauros verdrängt wurden. Es liegt in der östlichen Ägäis und ist der ionischen Küste Kleinasiens vorgelagert. Zusammen mit Ikaria und Fourni bildet Samos die Präfektur Samos in der Verwaltungsregion Nördliche Ägäis.
Die Insel hat etwa 34.200 Einwohner. Seit der griechischen Gemeindereform von 1997 ist die Insel in die vier Gemeinden Vathy, Karlovasi, Pythagorio und Marathokambos untergliedert.
Das Heraheiligtum (Heraion)
Ausgrabung von Bauresten eines Heiligtums, das der Fruchtbarkeitsgöttin Hera geweiht wurde. Der große Tempel der Hera galt einst als der größte Tempel in Griechenland. Der erste Bau wurde im 8. Jh. vor Chr. errichtet. Im 6 Jh. vor Chr. wurde der Tempel von Rhoikos und Theodoros unter Polykrates bedeutend erweitert.
Besonders sehenswert ist das Archäologische Museum der Inselhauptstadt Samos. Man findet darin bemerkenswerte antike Ausgrabungen, wie z.B. den "Koúros von Sámos". Dies ist eine 4,79 m große Jünglingsstatue, die um 700 v. Chr. gefertigt wurde. Die Körperteile wurden in mühevoller Kleinarbeit und Suche der Einzelstücke von 1930 bis 1984 von Archäologen zusammengefügt.
Der Tempel der Goettin Hera
Der Tempel wurde mehrmals erbaut. Der Architekt Rikos schuf den letzten Tempel waehrend der Regierungszeit von Polycrates. Die Marmorsaeule, die man heute sehen kann wird dem Bau dieser Periode zugeschrieben. Der Heratempel war fuer die alte griechische Welt von grosser Wichtigkeit. Es war ein sehr bedeutsamer Kultplatz. Die Ruinen des Tempels liegen in der Naehe von Pythagorio.
Efpalinus-Tunnel
Ein Ingenieur aus Megara, genannt Efpalinus, entwarf den Tunnel im 6.Jahrhundert v.Chr. Zu dieser Zeit regierte Polycrates die Insel Samos und sie befand sich in wirtschaftlicher Bluete. Der Tunnel ist 1026 Meter lang und durchstoesst den Berg in einer Hoehe von 246 Metern.
Der Zweck des Tunnels war die Wasserversorgung der alten Hauptstadt durch eine Quelle, die sich auf der gegenueberliegenden Seite des Berges in der Naehe des Dorfes Mytilini befand. Das Bedeutungsvollste an diesem Projekt ist , dass die Arbeiter von beiden Seiten des Berges her zu graben begannen (von Mytilini her und auf der anderen Seite von Pythagorio her) und sich mit einer nur geringfuegigen Abweichung in der Mitte trafen.
Die Strände auf Samos sind aus Sand und Kieselsteinen. Die Qualität des Wassers ist wegen der Meeresströmung an den meisten Stränden sehr gut. Das Wasser ist deshalb auch etwas kühler als an anderen Stränden Griechenlands.
Gute nördliche Strände sind bei Karlovasion ("Wasserfälle" besichtigen) und Kakorema zu finden. Um Kakorema zu erreichen, benötigen sie ein Boot.
Auch bei Tsamadou finden sie einen beindruckenden Strand mit tiefem klaren Wasser. Einen weitläufigen Strand gibt es bei Marathogambos/Ormos im Südwesten.