die drittgrösste Stadt Tunesiens, mit seinen traumhaft langen Sandstränden ist ein idealer Badeort und Stadt mit Geschichte und Tradition, die man in der antiken und stark orientalisch geprägten Altstadt erfährt.
Sousse ist eine Hafenstadt am Mittelmeer und zugleich die drittgrößte Stadt in Tunesien. Der Name ist zweifelsfrei berberischen Ursprungs.
Die Stadt Sousse liegt rund 130 Kilometer südlich der tunesischen Hauptstadt Tunis im Süden des Golf von Hammamet am Mittelmeer. Sie ist Hauptstadt des Gouvernorats Sousse wilayat Sousse und Metropole des tunesischen Sahel.
Sousse / Sehenswürdigkeiten
Die Medina von Sousse geht auf das 9. Jahrhundert zurück und wird von einer 2,25 Kilometer langen Stadtmauer umgeben. Sie gehört seit 1988 zum Weltkulturerbe der UNESCO. Am Ostrand der Medina erstreckt sich der ab 1899 angelegte Hafen. Nördlich davon liegt die von den Franzosen angelegte Neustadt.
Ribat
Während der Zeit der Aghlabiden entstand der Ribat (821), der nach der Errichtung der Stadtmauer im Jahre 859 seine militärische Funktion allmählich verloren hat. Die Gründungsinschrift auf einer Tafel aus der Aghlabiden-Zeit ist über dem Tor zum Wachturmaufgang eingesetzt.
Neben einer kleinen Moschee im Obergeschoss mit einem Mihrab sind im Untergeschoss weitere Räumlichkeiten, Magazine und Reste einer Olivenpresse erkennbar. Der imposante Eingang, von zwei korinthischen Säulen flankiert, ist als Doppeltor konzipiert und konnte nach dem Eintritt sowohl von hinten als auch von vorn gesperrt und somit der weitere Zugang zur Festung verhindert werden.
Die Hauptmoschee
Die Hauptmoschee wurde nach der erhaltenen Bauinschrift, die um die Hoffassaden in kufischem Duktus herumläuft, im Jahre 236 d.H. (zwischen 850-851) vom Aghlabiden-Emir Abu 'l-'Abbâs Mohammed erbaut. Der Betsaal wurde zwischen 894 und 897 in Richtung Qibla-Wand um drei Schiffe erweitert.
Der als Minarett dienende Kuppelpavillon auf dem nördlichen Eckturm der Moschee ist ein späterer Anbau, stammt aber - entgegen der Ansicht von Creswell - aus der ersten Hälfte des 10. Jahrhunderts.
Bou-Fatata-Moschee
Die Bou-Fatata-Moschee ist die älteste Moschee der Stadt. Sie liegt in der Nähe des Südtors, am Rande der Märkte und hat eine vorgelagerte Musalla. Sehenswert ist die älteste sakrale Inschrift in kufischem Duktus in Nordafrika an der Außenwand der Anlage.
Der Überlieferung zufolge stammt diese kleine Moschee von nur acht Metern Seitenlänge aus der Zeit des Aghlabidenherrschers Abu 'Iqal al-Aghlab ibn Ibrahim und ist nach seinem Freigelassenen Fatata benannt worden.
Die Koranschule az-Zaqqaq
In der Nähe der Hauptmoschee, in der Rue de la Sicile, wo die Wohnviertel der Altstadt in die Märkte übergehen, befindet sich die „Madrasa az-Zaqqaqiya“ al-madrasa az-Zaqqaqiya deren eigene Moschee von einem Minarett im türkischen Stil flankiert wird.
Lokalen Überlieferungen zufolge geht der Name dieser ehemaligen Schule auf den marokkanischen Gelehrten Ali ibn Qasim az-Zaqqaq († 1506 in Fès) zurück. In den kleinen Trakten der Schule waren die Schüler untergebracht, die neben dem Koran Grammatik und Rhetorik studiert haben. Ursprünglich handelte es sich wohl um ein Privathaus, das unter den Hafsiden in eine Schule umgewandelt wurde.
Dieser Bau geht ursprünglich ebenfalls auf eine aghlabidische Gründung zurück und ist dann unter den Sanhadscha, d.h. während der Ziriden-Herrschaft in Ifriqiya erweitert worden; denn in einem der Räume befindet sich ein Grab mit einer Inschrift aus dem 11. Jahrhundert.
Kasbah
Die an der höchsten Stelle der Altstadt gelegene Festung (Kasbah) stammt aus dem Jahr 844. Ihr wurde im Jahre 853 der 30 Meter hohe Leuchtturm Khalaf al-Fatâ hinzugefügt. Heute ist in den Räumen der Kasbah das Archäologische Museum von Sousse untergebracht, in dem punische, römische und frühchristliche Exponate ausgestellt sind.
Teile der Kasbah bildeten die Kulisse der Stadt Jerusalem in Franco Zeffirellis Bibelverfilmung Jesus von Nazareth von 1977.
Strand von Sousse
Der Sandstrand von Sousse ist flach abfallend und besteht aus feinem weißen Sand. Er ist rund 6 Kilometer lang und 15 Meter breit.