Kusadasi liegt ungefähr 75 km südlich von Flughafen 90 km vom Zentrum Izmir`s entfernt. Kusadasi, die Vogelinsel, liegt an der Türkischen Ägäis.
Im Hafen gehen regelmäßig die weltweit größten Kreuzfahrtschiffe vor Anker sowie die Fähren zur nahen griechischen Insel Samos.
Auch Segelboote legen hier, z.B. an der Mole zur Burginsel, an. Die Hotels in diesem recht jungen Urlaubsort sind modern und komfortabel.
Es gibt feinsandige und flache Strände am sehr klaren Meer stehen in Kusadasi zur Auswahl, im nahen Nationalpark gibt es weitere nahezu menschenleere Strände.
Ausflüge zu den Sehenswürdigkeiten der Region bieten sich an, gut erreichbar sind u.a. das antike Ephesos, das Weltwunder Artemis-Tempel, die Kalkterrassen von Pamukkale.
Meryem ana evi (türkisch für Haus der Mutter Maria) ist das angebliche letzte Wohnhaus und Sterbehaus Marias, der Mutter Jesu (Meryem ana) nahe der antiken Stadt Ephesos. Das Haus liegt etwa 7 km von Selçuk entfernt auf dem Nachtigallenberg (Bülbül Dagi). Unterhalb des Wohnhauses entspringt eine Quelle.
Die heutige Verehrung geht zurück auf Visionen von Anna Katharina Emmerick über die letzte Wohnstätte und das Grab der Jesusmutter.
Nach ihren Hinweisen sandte der Superior der Lazaristen in Smyrna 1891 eine Kommission nach Ephesos, die dort tatsächlich eine Hausruine ganz nach der visionären Beschreibung fand.
Im Ruinenfeld von Ephesus befinden sich gut erhaltene Reste der Marien-Kirche, die auf eine römische Basilika aus dem 2. Jahrhundert v. Chr. zurückging. In dieser Kirche fand 431 das Konzil von Ephesus statt, das den Titel Marias als "theotokos", "Gottesgebärerin", bestätigte.
1896 erklärte Papst Leo XIII Mariens Haus zum Wallfahrtsort. Sein Nachfolger, Pius X. , gewährte den Pilgern und Pilgerinnen einen vollständigen Ablass von Sündenstrafen [2]. 1960 zu Mariä Reinigung/Mariä Lichtmess/Darstellung des Herrn sandte Papst Johannes XXIII. eine spezielle Kerze zu dem Hause. Solche Kerzen werden nur zu den bedeutendsten Marienschreinen gesandt.
Wo einst eines der 7 Weltwunder der Antike stand, sind heute nur noch die Fundamente des Mausoleions von Bodrum zu erkennen. Das monumentale Marmorgrab, das Artemisia im 4. Jh. v.Chr. für ihren Gemahl Mausolos erbauen ließ, überlebte die Bauwut der Kreuzritter im 15. Jh. leider nicht, da diese die gewaltigen Marmorblöcke für den Bau des Kastell St. Peter benötigten.
Einige davon sind noch immer in der Festungsmauer zu erkennen. Um das Mausoleion in seiner ursprünglichen Pracht erleben zu können, muss der Besucher sich mit kunstvollen Modellen und Zeichnungen begnügen, die an gleichem Ort ausgestellt sind.
König Mausolos hatte das Mausoleion für seine Frau Artemisia bauen lassen. Dieses Gedenkmal galt im Altertum als eines der 7 Weltwunder. Dieses 42 Meter hoche prachtvolle Denkmal hat einen Tempel der auf einer hochen Grundlage steht, mit 36 Säulen umzingelt ist und einem ionischen Stil ähnelt.
Auf dem Tempel ist eine Pyramide mit 24 Stufen erbaut. Ganz am Gipfel stehen die Marmor Statuen von Mausolos und Artemis die auf einem vier Pferde Wagen stehen.
Das Mausoleion war früher mit einer Marmor Wand umzingelt. Grosse Teile dieser Wand wurden bei den Grabungen in den letzten Jahren gefunden. Die Länge der Wand war im Norden 242 Meter und im Osten 105 Meter.
Ephesos liegt ungefähr 15 km nördlich von Kusadasi entfernt.
Die ältesten Zeugnisse für die Anwesenheit von Menschen im Bereich der späteren Stadt Ephesos gehen bis ins Spätchalkolithikum um 5000 v. Chr. zurück. Bereits im 2. Jahrtausend v. Chr. war die aus hethitischen Texten bekannte und wahrscheinlich mit dem späteren Ephesos zu identifizierende Siedlung Apasa, im Land Arzawa gelegen, ein wichtiges Zentrum im Einflussbereich der hethitischen und mykenischen Kulturen.
Aus der 2. Hälfte des 2. Jahrtausends v. Chr. existieren minoische und mykenische Reste. Etwa im 10. vorchristlichen Jahrhundert begann die Besiedlung durch ionische Griechen.
Einheimische Lyder und Karer lebten nordöstlich des heutigen Stadtgebietes, die zugewanderten Griechen gründeten der Überlieferung nach eine eigene Siedlung namens Koressos.
Nach der Eroberung durch den lydischen König Kroisos im Jahr 560 v. Chr. kam es zu einem Synoikismos, das heißt, mehrere Kleinsiedlungen wurden zusammengelegt und eine neue Siedlung auf einem Gebiet nahe beim Tempel der Artemis (Artemision), der als eines der sieben Weltwunder galt, errichtet.
Erst 296 v. Chr. wurde Ephesos durch den Diadochen-König Lysimachos von Thrakien an die heutige Stelle verlegt sowie zeitweilig nach seiner Frau in Arsinoeia umbenannt. Seit dieser Zeit war Ephesos eine große Hafenstadt von fast 350 ha Fläche, die von 189 bis 133 v. Chr. zum Königreich Pergamon gehörte, nach 133 v. Chr. zum Römischen Reich.
Ephesos war eine der bedeutendsten und mit vielleicht über 200.000 Einwohnern auch eine der größten Städte des Römischen Reiches und Sitz des Statthalters (Proconsul) der Provinz Asia. Zahlreiche öffentliche Bauten entstanden, die sowohl von der Stadt als auch von reichen Bürgern finanziert wurden.
Dazu zählten auch Tempel für die Kaiser Vespasian und Hadrian, die im Rahmen des Kaiserkultes verehrt wurden. Die Stadt behielt ihre herausragende Stellung bis in die Spätantike bei, einerseits als Wallfahrtsort und Bischofssitz, andererseits als Hauptstadt der (weltlichen) Diözese Asiana.
Auch in Zusammenhang mit der Entwicklung des Christentums ist Ephesos von Bedeutung: Nach Apg 19 EU weilte der Apostel Paulus während seiner 3. Missionsreise (nach 50) in Ephesos.
Er erregte dort unter anderem den Unwillen der Devotionalienhändler, die um ihr gutes Geschäft mit der "Diana der Epheser" fürchteten.
Rechtlich wurde Paulus aber in der Stadt geduldet. Ebenfalls im Neuen Testament ist der Epheserbrief enthalten, den er später an die Gemeinde der Stadt gerichtet haben soll, der möglicherweise allerdings aus seinem Schüler- oder Anhängerkreis stammt.
Die christliche Gemeinde in Ephesos ist sodann die Empfängerin des ersten Sendschreibens der Johannesapokalypse (Offb 2,1-7 EU) an die sieben Gemeinden in Kleinasien (Offb 1,11 EU).
Einer außerbiblischen Legendenbildung nach soll sich Maria nach der Himmelfahrt Jesu mit dem Kreis der Frauen um Jesus und mit dem Apostel Johannes in einem Haus in der Nähe von Ephesos (dem Meryemana) niedergelassen haben und bis zu ihrer eigenen Himmelfahrt viele Menschen in Heilkunde und der Lehre des Christentums unterrichtet haben.
Auch fand hier, wohl um 157, der platonische Dialog des Christen Justinus mit dem Juden Tryphon statt, eine der frühesten überlieferten Auseinandersetzungen mit dem Judentum.
Im Jahr 431 tagte in Ephesos das von Kaiser Theodosius II. einberufene 3. Ökumenische Konzil, auch Konzil von Ephesos genannt, im Jahr 449 dann die so genannte Räubersynode, deren Beschlüsse bereits 451 verworfen wurden.
Die sogenannten Marienkirche, von der nur mehr Reste erhalten sind, wurde mehrfach als Ort des Konzils genannt; dies ist in der Forschung jedoch umstritten.
Bis weit ins 6. Jahrhundert blühte in Ephesos das spätantike Leben. In byzantinischer Zeit verlor die Stadt dann aber allmählich ihre frühere Bedeutung - vor allem durch die zunehmende Versandung des Hafens. 867 eroberte ein Heer der Paulikianer unter Johannes Chrysocheires die Stadt.
Im Jahr 1090 – kurz vor dem Ersten Kreuzzug – wurde Ephesos von den Seldschuken erobert; in der Nähe entstand in türkischer Zeit der Ort Ayasoluk, später in Selçuk umbenannt.
Templum Dianae Ephesi(n)ae oder Artemisium Ephesi(n)um) war der größte Tempelbau der Antike. Gehört zu den Sieben Weltwundern der Antike. Der „Tempel der ephesischen Artemis“ oder der „Tempel der Artemis in Ephesos“, wie ihn die Griechen damals nannten, (archäologisch: Tempel „D“) wurde nach der Zerstörung der Vorgängerbauten „A“ – „C“ (z. T. Holzkonstruktionen) in Ephesos auf einem Sumpfgelände erbaut.
Die Stadt (türk. Efes) liegt in der heutigen Türkei bei Selçuk unweit Izmirs. Der griechischen Stadt wurde sagenhafter Reichtum nachgesagt, und sie galt später – als Hauptstadt der römischen Provinz Asia – als eine der größten Städte der Antike. Erdverfärbungen, die bei Tiefgrabungen beobachtet werden konnten, bestätigen die Nachrichten, dass bei der Vorbereitung des Geländes für den Tempelbau Holzkohle und Lederabdeckungen zur Sicherung des moorigen Untergrunds eingebracht wurden.
Die Bauarbeiten dauerten ungewöhnliche 120 Jahre, der Baubeginn lag um 560 v. Chr. Bauherr war damals der Lyderkönig Kroisos, erster Architekt Rhoikos von Samos, dann Chersiphron von Knossos und sein Sohn Metagenes, zuletzt Demetrios und Paionios aus Ephesos, die ihn um 440 v. Chr. nach Beendigung der Perserkriege vollendeten.
Die Konstruktion war äußerst schwierig, denn sie bestand aus 127 reich verzierten Marmorsäulen von 18 m Höhe auf einer Fläche von 115 m x 55 m, die außergewöhnlich schwere Querbalken trugen. Die zwei Meter hohe Artemis-Statue in der Cella war aus Weinrebholz gefertigt und mit Gold und Silber verkleidet. Das Dach wurde aus Zedernholz gefertigt. Heraklit weihte sein Buch über den Logos im Tempel auf dem Altar der Artemis.
Der Tempel fiel am 21. Juli 356 v. Chr. einer Brandstiftung durch Herostratos zum Opfer. Er beging die Tat aus Geltungssucht - sein Vorhaben, durch das Niederbrennen des Weltwunders, berühmt und somit unsterblich zu werden, ist ihm gelungen.
Der Sage nach soll in der Nacht des Brands Alexander der Große geboren sein, der später auch sehr große finanzielle Hilfe zum Wiederaufbau des Tempels leistete, weswegen Artemis, die die Geburt in Pella überwachte, ihr eigenes Heiligtum nicht schützen konnte.
Der aufwendigere Neubau (Tempel „E“) wurde durch den ephesischen Architekten Cheirokrates ausgeführt, der auf der Schuttmasse des Vorgängerbaus ein größeres Areal (125,67 x 65,05 m², 2 m Höhe) zur Basis des neuen, noch prächtigeren Tempels mit einem Steindach machte. 262 n. Chr. wurde der Prachtbau durch die Goten zerstört, die Reste von den Einwohnern als Baumaterial verwendet. Heute ragt nur noch eine wiedererrichtete einsame Säule aus dem Sumpfwasser.
Als der Apostel Paulus um das Jahr 55 in die Metropole kam, hatte er angeblich so großen Zulauf, dass viele um den Artemiskult und um ihre wirtschaftliche Existenz gefürchtet haben sollen. Der „Aufruhr des Demetrios“ – eines Silberschmieds und Herstellers von Devotionalien – ist im 19. Kapitel der Apostelgeschichte beschrieben.
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