Jüngstes Sorgenkind: die Costa Allegra. Foto: Costa
Die nach einem Brand im Generatorenraum manövrierunfähige Costa Allegra wird von einem französischen Frachter zur Insel Desroches geschleppt. Dort sollen die Passagiere, die die Nacht zum Dienstag ohne Strom ausharren mussten, an Land gebracht und versorgt werden, heißt es. Ein zweites Schiff soll ebenfalls umgeleitet werden und bei der Rettung unterstützen.
Je nach Wetterlage könne das Abschleppen des Schiffes 24 bis 36 Stunden dauern. Die italienische Küstenwache, die bei der Koordinierung des Einsatzes hilft, rechnete für Mittwoch 15 Uhr mit einer Ankunft des Kreuzfahrtschiffes auf Desroches.
Alain St. Ange, Tourismus-Chef der Seychellen, warne allerdings: Möglicherweise gebe es für die mehr als 1000 Menschen zu wenig Unterbringungen beziehungsweise Flugmöglichkeiten. Laut BBC gibt es auf der Insel nur ein Hotel. Zudem können auf Desroches nur Flugzeuge für maximal 20 Passagiere landen.
Nach Angaben der Reederei Costa Crociere sind alle 636 Passagiere und 413 Besatzungsmitglieder unverletzt. Das Feuer sei rechtzeitig bemerkt und gelöscht worden. Der Zwischenfall ereignete sich am achten Tag einer 26-tägigen Seereise von Port Louis auf Mauritius nach Savona in Italien.
Die Costa Allegra wurde 1969 als Fährschiff in Dienst gestellt und 1992 zum Kreuzfahrtschiff umgebaut.
Quelle: touristik aktuell




